Auf einen Blick
- KostenlosFähren über das IJ, Höfe, Parks, mehrere Dachterrassen
- Beste MuseumszeitErstes oder letztes Zeitfenster des Tages
- Ruhigste StundenVor 9 Uhr und nach 19 Uhr
- Wichtigste RegelNiemals auf dem roten Radweg stehen bleiben
- BezahlenKarte statt Bargeld, kontaktlos
Fünfzehn Tipps, die den Unterschied machen
1 Nimm die kostenlose Fähre über das IJ
Hinter dem Hauptbahnhof legen die Fähren nach Norden ab, und sie kosten nichts: kein Ticket, kein Einchecken, Räder dürfen mit. Die kurze Überfahrt nach Buiksloterweg fährt rund um die Uhr, die längere zur NDSM-Werft gibt dir den besten Blick zurück auf die Stadt. Was drüben wartet, steht unter Amsterdam-Noord.
2 Buche Zeitfenster zuerst, plane den Tag danach
Das Anne-Frank-Haus verkauft ausschließlich online mit fester Uhrzeit, oft Wochen im Voraus. Such dir also erst diesen Termin und lege alles andere drumherum. Wer es andersherum macht, verschiebt am Ende den ganzen Aufenthalt.
3 Geh ins Museum im ersten oder letzten Zeitfenster
Die Häuser am Museumplein sind zwischen elf und siebzehn Uhr am vollsten. Nimm den ersten Slot am Morgen oder den letzten am späten Nachmittag, dann stehst du vor der Nachtwache nicht in dritter Reihe. Unter der Woche ist es zusätzlich ruhiger als am Wochenende.
4 Steh niemals auf dem Radweg
Der rote Asphalt ist eine Fahrbahn, keine Fußgängerzone. Dort fahren Räder, Lastenräder und Roller schnell und fast lautlos. Wer für ein Foto stehen bleibt, ist die häufigste Ursache für Beinaheunfälle. Schau vor jedem Schritt in beide Richtungen, auch in Einbahnstraßen.
5 Die Dachterrasse der Stadtbibliothek
Die öffentliche Bibliothek am Oosterdok, wenige Minuten vom Hauptbahnhof, ist frei zugänglich. Ganz oben liegt ein Café mit großer Terrasse und Blick über Hafen, Dächer und Türme. Kein Eintritt, kein Zwang, etwas zu bestellen, und bei Regen der beste Aufenthaltsraum der Stadt.
6 Die Dachterrasse am Wissenschaftsmuseum
Das grüne Gebäude östlich vom Bahnhof, das wie ein Schiffsbug aus dem Wasser ragt, hat eine treppenartige Dachterrasse. Die ist ohne Museumsticket zugänglich und bietet den klassischen Blick über die Altstadt. In der kalten Jahreszeit kann sie geschlossen sein, im Sommer ist sie am frühen Abend am schönsten.
7 Garten und Passage am Rijksmuseum sind gratis
Der Museumsgarten mit Skulpturen und Hecken kostet keinen Eintritt, und unter dem Gebäude führt eine öffentliche Fahrradpassage hindurch, in der oft Musiker spielen. Wenn du dir das Museum sparst, hast du hier trotzdem etwas davon: Details unter Rijksmuseum.
8 Such die Höfe, aber sei leise
Hinter unscheinbaren Türen liegen Hofjes, kleine Wohnhöfe um einen Garten. Der bekannteste ist der Begijnhof, weitere findest du im Jordaan. In allen wohnen Menschen: kein Lärm, keine Gruppen, keine Fotos in fremde Fenster, und nicht abends hinein.
9 Kleines Boot statt großes Schiff
Die offenen Boote im Jordaan fahren durch schmale Kanäle, unter niedrigen Brücken hindurch, mit einem Schiffer statt einer Tonbandansage. Am frühen Abend liegt warmes Licht auf den Fassaden und die großen Schiffe sind größtenteils weg.
10 Mittagessen auf dem Markt
Der Albert-Cuyp-Markt in De Pijp hat außer sonntags täglich geöffnet: frische Stroopwafels, Käse, Fisch, alles zum Bruchteil eines Restaurantpreises. Nimm dir etwas mit in den Sarphatipark ein paar Schritte weiter.
11 Lass das Bargeld im Hotel
Viele Cafés, Museen und Marktstände nehmen ausschließlich Karte, und Kreditkarten werden längst nicht überall akzeptiert. Eine gängige Debitkarte mit Kontaktlos-Funktion löst fast jede Situation, auch im Nahverkehr. Leitungswasser ist übrigens einwandfrei, eine Flasche zum Nachfüllen spart den Rest.
12 Geh zu Fuß, das Zentrum ist klein
Vom Hauptbahnhof zum Museumplein läufst du eine gute halbe Stunde und siehst dabei alles. Tram und Metro lohnen sich für lange Achsen und für müde Abende, nicht für drei Haltestellen. Feste Schuhe helfen mehr als jede Fahrkarte, das Kopfsteinpflaster ist uneben.
13 Sommerabende im Vondelpark
Im Vondelpark steht ein Freilufttheater, das in den Sommermonaten kostenlose Vorstellungen zeigt, von Musik bis Kabarett. Bring eine Decke mit und komm früh, die Hänge davor sind schnell besetzt.
14 Auf den Wallen gelten Regeln
Fotos von Sexarbeiterinnen sind verboten, und das wird durchgesetzt. Im Zentrum rund um die Wallen ist es außerdem untersagt, auf der Straße Cannabis zu rauchen. Wer dort durchgeht, verhält sich wie in einem Wohnviertel, denn genau das ist es auch.
15 Nimm dir einen Tag außerhalb
Nach zwei Tagen Innenstadt tut ein Ortswechsel gut. Haarlem liegt rund fünfzehn Zugminuten entfernt und hat eine alte Innenstadt ohne den Andrang, die Mühlen der Zaanse Schans erreichst du in knapp zwanzig Minuten. Beides kostet dich nur eine Zugfahrt.
Die klassischen Fehler
Zu viel an einem Tag: Drei große Museen hintereinander funktionieren nicht, nach dem zweiten schaust du nur noch. Zu spät buchen: Wer erst in Amsterdam nach Tickets sucht, sieht das Anne-Frank-Haus nicht. Zu nah am Bahnhof essen: Am Damrak zahlst du viel für wenig. Und das Auto mitnehmen: Innerhalb der Ringautobahn gilt eine kameraüberwachte Umweltzone, Parken gehört zum Teuersten des Landes.
Tipp: Der beste kostenlose Programmpunkt der Stadt ist eine Runde mit der Fähre bei Sonnenuntergang, danach zu Fuß am Wasser entlang zurück ins Zentrum. Das schlägt jede gebuchte Aussichtsplattform.
Häufige Fragen
Was kann man in Amsterdam kostenlos machen?
Die Fähren über das IJ fahren gratis, ebenso sind der Museumsgarten am Rijksmuseum, der Begijnhof, der Vondelpark und die Dachterrassen von Stadtbibliothek und Wissenschaftsmuseum frei zugänglich. Dazu kommen die Märkte und der Spaziergang durch den Grachtengürtel, der ohnehin das Beste an der Stadt ist.
Wann sollte man Museen in Amsterdam besuchen?
Im ersten Zeitfenster am Morgen oder im letzten am späten Nachmittag, möglichst unter der Woche. Zwischen elf und siebzehn Uhr ist es überall am vollsten. Buche die Slots vorher online, denn die großen Häuser verkaufen nur mit fester Uhrzeit, und beliebte Zeiten sind früh vergeben.
Was sollte man in Amsterdam auf keinen Fall tun?
Auf dem roten Radweg stehen bleiben, Sexarbeiterinnen fotografieren, auf der Straße im Zentrum Cannabis rauchen und laut durch die Wohnhöfe ziehen. Praktisch dazu: das Auto mit in die Innenstadt nehmen und darauf vertrauen, dass irgendwo Bargeld angenommen wird.
Wie vermeidet man die Menschenmengen in Amsterdam?
Durch Timing und Umwege. Vor neun Uhr und nach neunzehn Uhr ist es im Grachtengürtel ruhig, und zwei Straßen abseits von Damrak, Kalverstraat und Museumplein stehst du fast allein. Werktage außerhalb der Ferien sind besser als Wochenenden, und ein Tag im Umland entlastet das Programm zusätzlich.
Braucht man in Amsterdam Bargeld?
Kaum. Viele Cafés, Museen und Marktstände nehmen ausschließlich Karte, manche akzeptieren keine Kreditkarten. Am zuverlässigsten ist eine Debitkarte mit Kontaktlos-Funktion, mit der du auch Tram und Metro bezahlst. Eine kleine Reserve schadet nicht, planen solltest du damit aber nicht.

