Auf einen Blick
- TicketsKarte gilt ab der ersten Nutzung durchgehend nach Stunden
- EnthaltenViele Museen, GVB-Nahverkehr, eine Grachtenfahrt
- Nicht enthaltenAnne-Frank-Haus und der Zug von und nach Schiphol
- AlternativeMuseumkaart, landesweit gültig
- Rechnet sich ab2 bis 3 Museen pro Tag plus Nahverkehr
Was die City Card ist
Die Karte kommt digital oder als Plastikkarte und wird beim ersten Museum oder beim ersten Einchecken aktiviert. Ab diesem Moment läuft die Uhr durchgehend weiter, nicht nach Kalendertagen: Eine Karte, die du am Montag um vierzehn Uhr startest, endet entsprechend am Folgetag um vierzehn Uhr, je nach gewählter Laufzeit. Startest du sie also am späten Nachmittag, verschenkst du einen halben Nutzungszeitraum.
Enthalten sind der Eintritt in eine lange Liste von Museen, der Nahverkehr von Tram, Metro und Bus im Stadtgebiet und in der Regel eine Grachtenrundfahrt bei einem der Anbieter. Dazu kommen Rabatte, etwa auf Leihräder und einzelne Attraktionen.
Was nicht drin ist
Der wichtigste Punkt zuerst: Das Anne-Frank-Haus ist nicht enthalten, und es gibt dort auch keine Ermäßigung. Tickets bekommst du ausschließlich online über die Museumsseite, mit festem Zeitfenster und oft Wochen im Voraus. Wer die Karte kauft, um sich diese Buchung zu sparen, hat das Geld falsch angelegt.
Ebenfalls nicht enthalten ist der Zug von und nach Schiphol, denn die Karte gilt für den städtischen Nahverkehr, nicht für die Bahn. Ausflugsziele außerhalb der Stadt fallen meistens heraus, ebenso Sonderausstellungen mit eigenem Ticket.
Achtung: Die Karte ersetzt keine Reservierung. Für Häuser mit Zeitfenster musst du trotzdem vorher einen Slot buchen und dabei die Karte angeben. Wer ohne Reservierung vor dem Van Gogh Museum steht, kommt auch mit Karte nicht hinein.
So rechnest du es durch
Nimm einen Zettel und schreibe auf, was du ohnehin besuchen würdest. Zähle die normalen Eintrittspreise zusammen, die du auf den offiziellen Museumsseiten findest, und addiere den Nahverkehr für deine Tage. Wenn diese Summe klar über dem Kartenpreis liegt, kauf die Karte, sonst nicht.
Drei Erfahrungswerte helfen bei der Einschätzung. Erstens: Ab etwa zwei bis drei Museen pro Tag kippt die Rechnung zugunsten der Karte. Zweitens: Wer viel läuft, verschenkt den Nahverkehrsteil, denn das Zentrum ist klein. Drittens: Museumsmüdigkeit ist real, nach dem dritten großen Haus an einem Tag schaust du nur noch. Plane also keine Karte, deren Rechnung nur mit einem unrealistischen Programm aufgeht.
Tickets: Kaufen kannst du die Karte vorab online oder vor Ort, etwa in der Touristeninformation. Prüfe vor dem Kauf die aktuelle Liste der enthaltenen Museen, denn die ändert sich von Saison zu Saison. Verlass dich nicht auf ältere Blogbeiträge.
Die Museumkaart als Alternative
Die Museumkaart ist keine Stadtkarte, sondern eine landesweite Museumskarte: Damit kommst du in Hunderte Museen in den ganzen Niederlanden, vom Rijksmuseum bis zu kleinen Häusern in der Provinz. Nahverkehr und Grachtenfahrt sind nicht dabei.
Der Haken für Besucher: Ohne niederländische Adresse bekommst du nur eine zeitlich befristete Version mit einer begrenzten Zahl an Besuchen. Für eine reine Amsterdam-Reise lohnt sich das selten. Wer dagegen eine Rundreise macht und auch in Den Haag, Rotterdam oder Utrecht in Museen geht, fährt damit oft besser. Einen Überblick über die großen Häuser gibt Museen in den Niederlanden.
Wann sich keine Karte lohnt
Bei einem Wochenende mit zwei Museen, viel Spazieren und einem Ausflug ins Umland zahlst du mit Einzeltickets weniger. Das gilt auch für Familien mit kleinen Kindern, weil Kinder in vielen Museen ohnehin frei oder stark ermäßigt hineinkommen und weil mit kleinen Kindern mehr Pausen anfallen, als jeder Plan vorsieht.
Tipp: Wenn du die Karte kaufst, aktiviere sie morgens und leg die museumsstärksten Tage direkt hintereinander. Die kostenlose Grachtenfahrt nimmst du am besten am frühen Abend, dann ist das Licht besser und die Boote sind leerer: mehr dazu unter Grachten in Amsterdam. Was der Nahverkehr sonst kostet, steht unter Verkehr in Amsterdam.
Häufige Fragen
Lohnt sich die I amsterdam City Card?
Die Karte lohnt sich, wenn du zwei bis drei Museen pro Tag besuchst und dazu regelmäßig Tram oder Metro nutzt. Bei einem Museum am Tag und viel Spazieren zahlst du mit Einzeltickets weniger. Rechne vor dem Kauf zusammen, was du ohnehin besuchen würdest, und vergleiche die Summe mit dem Kartenpreis.
Ist das Anne-Frank-Haus in der City Card enthalten?
Nein, und es gibt auch keinen Rabatt. Tickets für das Anne-Frank-Haus bekommst du ausschließlich online über die offizielle Museumsseite, mit festem Zeitfenster, häufig Wochen im Voraus ausverkauft. Buche dieses Zeitfenster zuerst und entscheide danach, ob sich eine Karte für den Rest deines Programms lohnt.
Gilt die City Card auch für den Zug nach Schiphol?
Nein. Enthalten ist der städtische Nahverkehr mit Tram, Metro und Bus, nicht die Bahn. Für die Fahrt von und zum Flughafen zahlst du separat, am einfachsten kontaktlos mit der Bankkarte. Die kostenlosen Fähren über das IJ brauchen dagegen weder Karte noch Ticket.
Kann ich als Tourist die Museumkaart kaufen?
Ja, aber ohne niederländische Adresse nur als befristete Variante mit einer begrenzten Zahl an Besuchen. Für ein paar Tage Amsterdam rechnet sich das selten. Wer eine Rundreise durch mehrere Städte macht und viele Museen besucht, fährt damit häufig günstiger als mit einer Stadtkarte.
Muss ich mit der City Card trotzdem reservieren?
Ja. Museen mit Zeitfenster verlangen auch von Kartenbesitzern eine vorherige Buchung, bei der du deine Kartennummer angibst. Ohne Reservierung stehst du vor der Tür. Kümmere dich um die Zeitfenster, sobald du die Karte gekauft hast, sonst passt dein Plan nicht mehr zur Laufzeit.



