Auf einen Blick
- AnreiseZug ab Schiphol in rund 15 Minuten
- BezahlenOVpay mit kontaktloser Bankkarte oder Handy
- BetreiberGVB für Tram, Metro, Bus und Fähre, NS für den Zug
- GratisAlle Fähren über das IJ nach Noord
- AutoUmweltzone innerhalb der Ringautobahn, Parken sehr teuer
Vom Flughafen in die Stadt
Der Bahnhof liegt direkt unter dem Terminal von Schiphol, du musst nicht ins Freie. Nach Amsterdam Centraal dauert die Fahrt rund 15 Minuten, tagsüber fahren mehrere Züge pro Stunde, nachts seltener, aber durchgehend. Nach Amsterdam Zuid geht es noch schneller, was sich lohnt, wenn dein Hotel im Süden oder am Museumplein liegt.
Achte auf dem Bahnsteig auf die Anzeige, denn an derselben Kante halten Züge in verschiedene Richtungen. Taxi oder Fahrdienst kosten ein Vielfaches und sind bei Verkehr nicht schneller. Der Bus vom Flughafen lohnt fast nie.
OVpay: bezahlen mit der Bankkarte
Für Tram, Metro, Bus und Zug brauchst du kein eigenes Ticket und keine Guthabenkarte. Halte beim Einsteigen deine kontaktlose Debit- oder Kreditkarte an den Leser, beim Aussteigen noch einmal. Abgerechnet wird die gefahrene Strecke, alles läuft über dein Bankkonto. Handy oder Smartwatch funktionieren genauso, solange du immer dasselbe Gerät benutzt.
Achtung: Eine Karte gilt für eine Person. Zu zweit mit derselben Karte einzuchecken funktioniert nicht, jede Person braucht ein eigenes Zahlungsmittel. Und benutze auf einer Reise nicht abwechselnd Karte und Handy, sonst hängt ein Ein- oder Auschecken in der Luft.
Auschecken ist die Regel, an der Besucher scheitern
Ein- und Auschecken ist Pflicht, auch wenn keine Schranke im Weg steht. Wer das Auschecken vergisst, zahlt einen Pauschalbetrag für eine viel längere Fahrt, im Zug besonders spürbar. In der Tram hängen die Leser an den Türen, in der Metro an den Schranken, am Bahnhof an den Säulen auf dem Weg zum Gleis.
Beim Umsteigen zwischen Zug und Tram checkst du aus und wieder ein, das sind zwei getrennte Systeme. Gewöhne dir an, die Karte in derselben Tasche zu tragen und beim Aussteigen automatisch zu greifen. Auf ovpay.nl kannst du deine Fahrten und Abbuchungen später nachsehen.
Tram, Metro und Bus im Alltag
Die Tram ist das Rückgrat im Zentrum und meist die schnellste Wahl für die Strecke Hauptbahnhof, Dam, Leidseplein und Museumplein. Einsteigen kannst du an jeder Tür, Leser hängen daneben. Die Metro ist für Besucher vor allem auf der Nord-Süd-Linie interessant, die unter der Innenstadt hindurchfährt und den Hauptbahnhof in wenigen Minuten mit Amsterdam Zuid und mit Noord verbindet.
Busse brauchst du selten, außer für Ziele am IJsselmeer. Für Verbindungen und Abfahrten ist 9292.nl die zuverlässigste Auskunft, weil dort alle Betreiber zusammenlaufen.
Tipp: Rechne im Zentrum nach, bevor du in die Tram steigst. Vom Dam zum Anne-Frank-Haus läufst du in einer Viertelstunde und siehst dabei die halbe Stadt. Tram und Metro lohnen sich für lange Achsen und für müde Füße am Abend, nicht für drei Haltestellen.
Die kostenlosen Fähren nach Noord
Hinter dem Hauptbahnhof legen die Fähren über das IJ ab, und die kosten nichts: kein Ticket, kein Einchecken, Räder dürfen mit. Die Verbindung nach Buiksloterweg fährt sehr häufig und rund um die Uhr, die Fähre zur NDSM-Werft seltener und dafür länger, mit dem besten Blick auf die Skyline. Mehr zum Ziel drüben steht unter Amsterdam-Noord.
Fahrrad mieten: ehrlich abgewogen
Rad fahren gehört zu Amsterdam, aber die Innenstadt ist kein Ort zum Üben. Auf den Radwegen herrscht dichter Verkehr mit hohem Tempo, dazu Lastenräder, Motorroller und Menschen, die dich rechts überholen. Straßenbahnschienen fangen schmale Reifen, wenn du sie nicht im rechten Winkel querst. Wer länger nicht auf dem Rad saß oder mit Kindern unterwegs ist, hat auf einem ersten Stadtbesuch mehr Stress als Freude.
Wenn du fährst, dann so: Licht ist nach Einbruch der Dunkelheit Pflicht und wird kontrolliert, das Handy in der Hand ist beim Radeln verboten, Richtungswechsel zeigst du mit dem Arm an. Schließ das Rad immer an etwas Festes an, ein Schloss allein reicht nicht. Schöner ist es ohnehin außerhalb des Zentrums: durch den Vondelpark, in Noord oder raus ins Waterland. Wie das Radfahren im Land generell funktioniert, steht unter Radfahren in den Niederlanden.
Mit dem Auto: Umweltzone, Parken und P+R
Innerhalb der Ringautobahn A10 gilt eine Umweltzone. Kontrolliert wird automatisch per Kamera über das Kennzeichen, eine Plakette wie in Deutschland gibt es nicht. Ältere Dieselfahrzeuge dürfen nicht hinein, für Lieferwagen und Lastwagen gelten strengere Regeln. Prüfe die Einstufung deines Wagens vorher, sonst kommt die Rechnung mit der Post: mehr dazu unter Umweltzonen in den Niederlanden.
Parken in der Innenstadt gehört zu den teuersten des Landes, und die Suche kostet Nerven. Die vernünftige Lösung heißt P+R: große Parkplätze am Stadtrand, etwa bei Sloterdijk, Zeeburg, dem Olympiastadion oder der Arena, jeweils direkt an Metro oder Tram. Der günstige Tagestarif ist daran gekoppelt, dass du wirklich mit dem Nahverkehr weiterfährst und das Auto stehen lässt.
Gut zu wissen: Parkgebühren, Fähren und Nahverkehr laufen komplett bargeldlos. Halte eine funktionierende Karte bereit, an vielen Automaten kommst du mit Scheinen nicht weiter. Was für dein Hotelviertel wichtig ist, steht unter Hotels in Amsterdam.
Zu Fuß durch das Zentrum
Die meisten Wege sind kürzer, als der Stadtplan glauben macht, aber das Kopfsteinpflaster ist uneben und die Bürgersteige sind schmal, oft zusätzlich verstellt von geparkten Rädern. Feste Schuhe helfen mehr als jede Fahrkarte. Halte dich beim Fotografieren aus der Mitte von Brücken heraus, dort kreuzen Räder, Autos und Menschen auf wenigen Metern.
Für Ausflüge ins Umland ist der Zug fast immer die beste Wahl: Die Mühlen der Zaanse Schans erreichst du in knapp zwanzig Minuten, Haarlem in einer Viertelstunde. Ob sich für Nahverkehr plus Museen eine Karte lohnt, rechnest du unter I amsterdam City Card nach, weitere Kniffe stehen unter 15 Insider-Tipps.
Häufige Fragen
Wie komme ich von Schiphol nach Amsterdam?
Mit dem Zug direkt unter dem Terminal. Bis Amsterdam Centraal dauert es rund 15 Minuten, nach Amsterdam Zuid noch weniger. Tagsüber fahren mehrere Züge pro Stunde, nachts seltener, aber durchgehend. Bezahlen kannst du kontaktlos mit der Bankkarte, ein Ticketautomat ist nicht nötig. Taxi und Fahrdienste kosten deutlich mehr und sparen keine Zeit.
Wie bezahle ich Tram und Metro in Amsterdam?
Über OVpay: kontaktlose Bankkarte oder Handy beim Einsteigen an den Leser halten und beim Aussteigen erneut. Abgerechnet wird nach Strecke über dein Konto. Wichtig ist, dass jede Person ein eigenes Zahlungsmittel benutzt und dass du immer beim selben Gerät bleibst. Papiertickets brauchst du nicht.
Was passiert, wenn ich das Auschecken vergesse?
Dann wird eine Pauschale für eine längere Fahrt abgebucht, im Zug fällt das am stärksten ins Gewicht. Ein vergessener Auscheck lässt sich über die Website des Betreibers nachträglich melden, das kostet dich aber Zeit. Gewöhne dir an, die Karte beim Aussteigen automatisch an den Leser zu halten.
Sind die Fähren nach Amsterdam-Noord kostenlos?
Ja. Alle Fähren über das IJ hinter dem Hauptbahnhof sind gratis, du musst weder ein Ticket kaufen noch einchecken, und Fahrräder dürfen mit. Die Linie nach Buiksloterweg fährt sehr häufig und rund um die Uhr, die Fähre zur NDSM-Werft braucht länger und bietet die bessere Aussicht.
Sollte ich in Amsterdam ein Fahrrad mieten?
Nur wenn du sicher und regelmäßig fährst. Im Zentrum ist der Radverkehr dicht und schnell, dazu kommen Schienen, Roller und enge Kreuzungen. Für einen ersten Besuch bist du zu Fuß und mit der Tram entspannter unterwegs. Schön wird es außerhalb: durch den Vondelpark, in Noord oder raus ins Waterland.
Kann ich mit dem Auto in die Innenstadt fahren?
Technisch ja, sinnvoll nein. Innerhalb der Ringautobahn gilt eine per Kamera kontrollierte Umweltzone, die ältere Diesel ausschließt, und Parken ist extrem teuer. Nutze einen P+R am Stadtrand und fahr mit Metro oder Tram weiter. Der günstige Tagestarif setzt voraus, dass du den Nahverkehr wirklich benutzt.


