Nordholland · Amsterdam

Hotels in Amsterdam: die besten Viertel

Die Hotelfrage entscheidet in Amsterdam mehr als in anderen Städten, weil das Zentrum klein, laut und teuer ist und der Ring drumherum ruhig, günstiger und trotzdem nah. Zehn Minuten mit der Tram trennen ein Zimmer am Damrak von einem Zimmer in einem Wohnviertel, in dem morgens Bäcker statt Junggesellenabschiede unterwegs sind.

Hier stehen die Viertel im Vergleich, dazu die Touristensteuer, die viele erst an der Rezeption bemerken, die Regeln für Ferienwohnungen und die Frage, ob du besser außerhalb schläfst.

Auf einen Blick

  • Teuerste ZeitFrühling, Königstag Ende April und Wochenenden
  • Ruhigste ZeitNovember bis Februar außer Feiertage
  • TouristensteuerProzentsatz auf den Zimmerpreis, kommt obendrauf
  • Günstigere BasisHaarlem, rund 15 Zugminuten entfernt
  • AutoNicht mit ins Zentrum nehmen, P+R am Stadtrand nutzen

Warum Zimmer hier so teuer sind

Amsterdam hat wenig Fläche und eine Stadtverwaltung, die neue Hotels kaum noch genehmigt. Gleichzeitig kommen sehr viele Gäste. Das Ergebnis: Die Preise reagieren stark auf Termine. Ein Wochenende im April kann das Doppelte eines Dienstags im November kosten, ohne dass sich am Zimmer etwas ändert.

Daraus folgt die wichtigste Regel: Buche früh, wenn du im Frühling, über Ostern, um den Königstag am 27. April oder im Sommer reist. Und schau, ob du zwei Nächte unter der Woche statt am Wochenende legen kannst, das ist der größte Hebel überhaupt.

Achtung: Die Touristensteuer erhebt die Gemeinde als Prozentsatz auf den Zimmerpreis, und der Satz gehört zu den höchsten in Europa. Bei vielen Onlinebuchungen ist der Betrag nicht im angezeigten Preis enthalten, sondern wird beim Hotel fällig. Rechne pro Nacht mit einem spürbaren Aufschlag und prüfe vor dem Buchen, was in der Preisangabe steckt.

Die Viertel im Vergleich

Centrum zwischen Bahnhof, Dam und Nieuwmarkt ist praktisch, aber laut. Am Wochenende ist es das bis tief in die Nacht, besonders nahe der Wallen. Wenn du hier buchst, dann eine Etage höher und zum Innenhof.

Grachtengürtel und Jordaan sind die schönste Wahl: kleine Hotels in alten Häusern, Wasser vor der Tür, in wenigen Minuten überall. Der Preis ist entsprechend, und viele Grachtenhäuser haben sehr steile Treppen und keinen Aufzug. Zum Viertel selbst: Jordaan.

Museumplein und Oud-Zuid sind ruhig und bürgerlich, ideal, wenn Museen dein Hauptgrund sind und du morgens als Erster im Rijksmuseum stehen willst. Abends ist hier wenig los. Der Vondelpark liegt direkt daneben.

De Pijp ist eng, lebendig und hat mit dem Albert-Cuyp-Markt das beste Frühstücks- und Mittagsangebot. Oud-West ist die ausgewogene Variante: Wohnviertel mit guten Cafés, Tram ins Zentrum in einer Viertelstunde. Oost ist noch etwas günstiger und familienfreundlich.

Noord auf der anderen IJ-Seite bietet mehr Zimmer fürs Geld und den Blick zurück auf die Stadt. Die Fähren fahren gratis und rund um die Uhr, aber du solltest wissen, dass du für jeden Weg über das Wasser musst: Amsterdam-Noord.

Viertel Passt zu Bedenke
Centrum Kurzbesuch ohne Umsteigen Laut, teuer, am Wochenende unruhig
Grachtengürtel und Jordaan Erste Reise, Atmosphäre Hohe Preise, steile Treppen
Museumplein und Oud-Zuid Museumsreisen, Ruhe Abends wenig Leben
De Pijp Essen, Markt, Ausgehen Enge Straßen, kaum Grün
Oud-West und Oost Preis-Leistung, Familien Zehn bis fünfzehn Minuten mit der Tram
Noord Mehr Zimmer fürs Geld, Aussicht Jeder Weg führt über die Fähre

Ferienwohnung statt Hotel?

Amsterdam reguliert die kurzzeitige Vermietung streng. Anbieter brauchen eine Registrierungsnummer, die im Inserat stehen muss, die Zahl der erlaubten Nächte pro Jahr ist gedeckelt und die Zahl der Gäste ebenfalls. Inserate ohne Nummer sind illegal, und im schlimmsten Fall steht deine Buchung kurz vor der Reise nicht mehr zur Verfügung.

Aparthotels sind die verlässlichere Variante, wenn du Küche und Platz brauchst. Für Familien lohnt der Blick nach Oost und Noord, dort gibt es mehr Wohnungen mit zwei Schlafzimmern.

Außerhalb schlafen und pendeln

Wer die Preise im Zentrum nicht zahlen will, wohnt im Umland und fährt mit dem Zug. Haarlem ist die beste Adresse dafür: eine alte Stadt mit eigenem Zentrum, rund eine Viertelstunde bis Amsterdam Centraal, deutlich günstigere Zimmer. Zaandam liegt noch näher am Bahnhof, Utrecht rund fünfundzwanzig Minuten entfernt und hat selbst genug zu bieten.

Tipp: Rechne beim Pendeln ehrlich. Zwei Personen fahren an drei Tagen sechsmal hin und zurück, das kostet Zeit und Fahrgeld. Ab etwa drei Nächten lohnt es sich meist trotzdem, weil die Zimmerdifferenz größer ist. Wenn du abends lange in der Stadt bleiben willst, prüfe vorher die letzte Verbindung.

Parken: lieber gar nicht erst versuchen

Hotelparkplätze im Zentrum sind selten und teuer, das Straßenparken noch teurer. Dazu gilt innerhalb der Ringautobahn eine kameraüberwachte Umweltzone, die ältere Diesel ausschließt. Die vernünftige Lösung ist ein P+R am Stadtrand mit Weiterfahrt per Metro oder Tram, wobei der günstige Tagestarif daran hängt, dass du den Nahverkehr wirklich nutzt.

Wenn du das Auto für Ausflüge brauchst, buche ein Hotel außerhalb der Umweltzone mit eigenem Parkplatz und fahr für die Stadt mit dem Zug hinein. Alle Regeln dazu stehen unter Verkehr in Amsterdam.

Häufige Fragen

In welchem Viertel sollte man in Amsterdam übernachten?

Beim ersten Besuch im Grachtengürtel oder im Jordaan, wenn das Budget es zulässt. Wer auf Preis und Ruhe achtet, nimmt Oud-West oder Oost und fährt mit der Tram in einer Viertelstunde hinein. Museumsreisende schlafen am Museumplein, Ausgehfreudige in De Pijp. Direkt am Bahnhof und an den Wallen ist es am lautesten.

Wie hoch ist die Touristensteuer in Amsterdam?

Die Gemeinde erhebt sie als Prozentsatz auf den Zimmerpreis, nicht als festen Betrag pro Person. Der Satz zählt zu den höchsten in Europa und wird regelmäßig angepasst. Wichtig ist vor allem: Bei vielen Buchungsportalen steckt die Steuer nicht im angezeigten Preis, sondern kommt beim Hotel dazu.

Lohnt es sich, außerhalb von Amsterdam zu übernachten?

Ab etwa drei Nächten meistens ja. Haarlem liegt rund fünfzehn Zugminuten entfernt, hat ein eigenes schönes Zentrum und deutlich günstigere Zimmer, Zaandam und Utrecht sind Alternativen. Rechne Fahrzeit und Fahrgeld für alle Reisenden ein und prüfe die letzte Verbindung am Abend.

Sind Ferienwohnungen in Amsterdam erlaubt?

Nur unter strengen Auflagen. Vermieter brauchen eine Registrierungsnummer, die im Inserat stehen muss, und dürfen nur eine begrenzte Zahl von Nächten pro Jahr vermieten, mit einer Obergrenze für die Gästezahl. Buche nichts ohne sichtbare Registrierungsnummer, sonst riskierst du eine Absage kurz vor der Reise.

Wann sind Hotels in Amsterdam am günstigsten?

Von November bis Februar außerhalb der Feiertage und generell unter der Woche. Am teuersten wird es im Frühling, an Wochenenden, über Ostern und rund um den Königstag am 27. April. Wer flexibel ist, verschiebt zwei Nächte vom Wochenende auf Dienstag und Mittwoch.