Auf einen Blick
- ProvinzNordholland
- MarkttageMontag bis Samstag, sonntags geschlossen
- LageAlbert Cuypstraat im Stadtteil De Pijp
- LängeRund ein Kilometer Marktstände
- Dauer1 bis 2 Stunden
- AnreiseMetro bis De Pijp oder 15 Minuten zu Fuß vom Rijksmuseum
Wann der Markt steht
Montag bis Samstag, sonntags ist die Straße leer. Das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite, denn jeden Sonntag stehen Reisende ratlos vor einer normalen Straße. Am Vormittag wird aufgebaut, richtig los geht es später am Vormittag, am vollsten ist es samstags. Wer Ruhe will, kommt an einem Wochentag direkt nach dem Aufbau.
Gegen Ende des Markttages werden Reste billiger, vor allem bei Obst und Fisch. Dann räumen die Händler bereits, und die Straße sieht aus wie nach einem Umzug. Für Fotos ist die erste Stunde besser, für Schnäppchen die letzte.
Was du hier essen solltest
Stroopwafels, aber nur die frisch gebackenen: Der Teig kommt zwischen zwei heiße Eisen, wird aufgeschnitten und mit Sirup bestrichen, und das Ergebnis hat mit den Keksen aus dem Supermarkt wenig zu tun. Erkennungszeichen für einen guten Stand ist die Schlange aus Einheimischen.
Dazu kommen Hering vom Fischstand, klassisch mit Zwiebeln und am Schwanz gehalten, Kibbeling in Stückchen mit Soße, Käse in allen Reifegraden zum Probieren, dazu surinamische, türkische und marokkanische Stände mit Broten, Oliven und gefüllten Teigtaschen. Was davon was ist, erklärt 12 Gerichte, die du probieren musst.
Gut zu wissen: Bezahlt wird am Markt fast überall mit Karte, viele Stände nehmen überhaupt kein Bargeld mehr. Verlass dich nicht auf die Kreditkarte, an Marktständen funktioniert oft nur eine normale Debitkarte mit Kontaktlosfunktion.
Was du dir sparen kannst
Etwa die Hälfte der Stände verkauft Socken, Handyhüllen, Batterien und Stoffe. Das ist Alltagsware für die Nachbarschaft und für dich vermutlich uninteressant. Auch die Käsegeschenkpackungen mit Windmühlenaufdruck sind teurer als im Supermarkt und schmecken nicht besser.
Und pass auf deine Sachen auf. Wo Menschen dicht stehen und alle nach oben auf die Auslagen schauen, arbeiten Taschendiebe. Rucksack nach vorn, Handy nicht in die Gesäßtasche, fertig.
De Pijp jenseits des Marktes
Das Viertel wurde im 19. Jahrhundert schnell und billig für Arbeiter gebaut, schmale Häuser, enge Straßen, kaum Grün. Heute ist es eines der beliebtesten Wohnviertel der Stadt, voller Cafés, Weinbars und kleiner Läden. Bieg einfach in eine Querstraße ab, dort wird es sofort ruhig.
In der Mitte liegt der Sarphatipark, eine kleine grüne Insel mit Teich und Bänken, benannt nach einem Arzt und Stadtplaner des 19. Jahrhunderts. Perfekt, um die Beute vom Markt zu essen. Wo du sonst in der Stadt gut isst, steht unter Essen und Trinken in Amsterdam.
Die Heineken-Brauerei nebenan
Am Rand des Viertels steht die alte Brauerei, in der bis 1988 tatsächlich gebraut wurde. Heute ist sie eine Markenausstellung mit Zeitfenster-Ticket: Kupferkessel, Geschichte der Familie, eine Fahrt aus der Sicht einer Bierflasche und am Ende zwei Gläser.
Ehrlich gesagt: Für Bierfans und für einen Regennachmittag geht das in Ordnung, sonst kannst du es lassen. Für denselben Betrag trinkst du in einem alten braunen Café an der Gracht mehrere bessere Biere. Wie das mit den Karten und Rabatten zusammenhängt, klärt City Card und Museumkarten.
Tipp: Mach den Markt zum Mittagessen und lauf danach in fünfzehn Minuten zum Rijksmuseum oder in den Vondelpark. Beide liegen nordwestlich, und der Weg führt an Grachten entlang statt durch Verkehr.
Anreise
Die Metro hält am Nordende des Viertels, Trams fahren durch die Ferdinand Bolstraat, ein- und ausgecheckt wird mit kontaktloser Bankkarte. Zu Fuß bist du vom Museumsviertel in einer Viertelstunde da. Alle Linien und Tickets erklärt Verkehr in Amsterdam.
Mit dem Rad kommst du am schnellsten hin, musst es aber am Rand abstellen, im Markt selbst wird geschoben. Und bleib beim Warten auf die Ampel vom roten Asphalt herunter: Das ist der Radweg, dort wird nicht gebremst. Weitere Ziele der Stadt stehen unter Amsterdam Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istSamstags ist es voll. Weiche auf einen Wochentag aus oder lauf die Nebenstraßen ab, dort ist es sofort ruhig. Der Markt ist ohnehin lang genug, dass sich die Menge in der Mitte verteilt.
- Wenn es regnetBei Regen bauen viele Stände trotzdem auf, aber das Bummeln macht wenig Spaß. Dann lohnt sich das überdachte Programm im Viertel oder die Brauerei am Rand des Viertels als Ersatz.
- Mit KindernFür Kinder ist der Markt gut, weil ständig etwas zu probieren ist und die frischen Stroopwafels vor ihren Augen entstehen. Kinderwagen sind im Gedränge unpraktisch, eine Trage ist besser.
- Mit eingeschränkter MobilitätDie Straße ist flach und asphaltiert, das ist der Vorteil. Zwischen den Ständen bleibt aber wenig Platz, und die Gehwege sind zugestellt. Komm früh, dann ist die Durchfahrt frei.
Häufige Fragen
Wann ist der Albert-Cuyp-Markt geöffnet?
Montag bis Samstag, sonntags bleibt die Straße leer. Aufgebaut wird am Vormittag, das volle Programm gibt es später am Vormittag und am Nachmittag, am Abend ist Schluss. Samstag ist der vollste Tag. Feiertage können abweichen, plane den Markt deshalb nicht als einzigen Programmpunkt eines Tages.
Was sollte man auf dem Albert-Cuyp-Markt essen?
Frisch gebackene Stroopwafels direkt vom Eisen, dazu Hering mit Zwiebeln, Kibbeling und Käse zum Probieren. Die surinamischen und türkischen Stände sind die unterschätzten: gefüllte Brote, Oliven, Teigtaschen. Faustregel für die Qualität: Wo Einheimische anstehen, lohnt es sich, wo nur Kameras hochgehalten werden, eher nicht.
Kann man auf dem Markt mit Bargeld bezahlen?
Immer seltener. Viele Stände nehmen nur noch Karte, und Kreditkarten funktionieren dort oft nicht. Am sichersten fährst du mit einer normalen Debitkarte mit Kontaktlosfunktion. Etwas Bargeld schadet nicht, aber verlass dich nicht darauf, dass jeder Stand es annimmt.
Lohnt sich die Heineken Experience?
Für Bierfans und als Programm für einen Regentag ja, sonst eher nicht. Gebraut wird in dem Gebäude seit 1988 nicht mehr, du siehst also eine Markenausstellung mit historischen Kesseln, Show-Elementen und zwei Gläsern am Ende. Für dasselbe Geld bekommst du in einem alten braunen Café mehr vom Land mit.
Ist De Pijp ein gutes Viertel zum Übernachten?
Ja, wenn du Restaurants und Abendleben magst und keine Ruhe brauchst. Das Zentrum erreichst du zu Fuß in zwanzig Minuten, mit Tram oder Metro schneller. Die Preise liegen etwas unter denen am Grachtengürtel. Zu jedem Zimmerpreis kommt in Amsterdam die Touristensteuer als Prozentsatz obendrauf.



